Formuliere klare Wirkbehauptungen vor dem Test: welche Nutzergruppe, welches Verhalten, welcher Kontext, welche Metriken und welches Risiko. So lassen sich Ergebnisse interpretieren, Rückschlüsse ziehen und nächste Schritte planen. Ohne sauberes Framing werden Daten beliebig, Entscheidungen beliebter, doch Verbesserungen bleiben zufällig und kurzlebig.
Sorge für ethische Leitplanken: Stop-Kriterien, Schutz sensibler Segmente, Privacy-by-Design und gründliche Risikenabwägung. Besonders bei Suchtabhängigkeit, finanziellen Entscheidungen oder Gesundheit gilt Vorsicht. Lieber kleinere Effekte verantwortungsvoll heben, als große Sprünge auf Kosten von Vertrauen zu erreichen. Dokumentation und Peer-Review machen Entscheidungen nachvollziehbar und auditierbar.
Zahlen zeigen, was passiert, doch Gespräche erklären, warum. Diary-Studies, Interviews und Support-Tickets offenbaren Missverständnisse, Friktionen und unerkannte Bedürfnisse. Kombiniere beides, um Maßnahmen gezielt anzupassen. So entsteht ein vollständigeres Bild, das robuste, gerechte Entscheidungen ermöglicht und blinde Flecken früh sichtbar macht, bevor sie groß werden.